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Das Wilhelmsgymnasium Kassel (früher "Wilhelmsschule", kurz "WG") ist ein öffentliches Gymnasium in Kassel-Wilhelmshöhe.

GeschichteBearbeiten

Die Schule wurde 1886 gegründet, damals allerdings noch in einem anderen Gebäude in der Kasseler Innenstadt. Dieses wurde allerdings im 2. Weltkrieg zerstört, sodass man nach dem Krieg das heutige Gebäude in der Kunoldstraße, in unmittelbarer Nähe zum ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe baute. Aus dem alten Gebäude konnte lediglich eine Eulenbüste gerettet werden, die heute als Wahrzeichen im Eingangsbereich der Schule steht. Die Eule ist auch das Wappentier der Schule, da sie in der griechischen Mythologie für Wissen und Weisheit steht.

Während der 70er Jahre entstanden zusätzlich zum bereits bestehenden Altbau ein Neubau mit weiteren Klassenräumen sowie eine neue, große Sporthalle. 2007 wurden im Neubau außerdem Räumlichkeiten für einen pädagogischen Mittagstisch geschaffen. Seit Februar 2009 wird direkt neben der Schule eine neue 3-Felder-Turnhalle mit integrierter Mensa gebaut; das Projekt soll Ende 2009/Anfang 2010 fertig gestellt werden.

Die SchuleBearbeiten

Das Schulgebäude ist in 2 Teile unterteilt, den Alt- und den Neubau. Im vierstöckigen Altbau befinden sich im Keller die Fachschaften Biologie und Latein, im Erdgeschoss die Physik und eine Cafeteria, außerdem die Sporthalle, der Beratungsraum und die Toiletten. Im 1. Obergeschoss befinden sich neben der Verwaltung mit Sekreteriat, den Büros der Schul- und Studienleiter und Lehrerzimmer auch die Chemie-Räume und das Lehrerzimmer. Im 2. Obergeschoss findet man die Kunst- und Musikräume und den Informatikfachraum.

Der Neubau besteht zu großen Teilen aus Klassenräumen, im Keller befindet sich die Lehrmittelbibliothek, ein Fotolabor und ein Speisesaal, der bald durch eine neue Mensa abgelöst werden soll.

Zur Schule gehören weiterhin ein Pavillion direkt neben der Schule, welcher aber aufgrund seines schlechten Zustands kaum noch für Unterricht genutzt wird, und ein Bootshaus am Fuldaufer, das in naher Zukunft modernisiert und zu einem multifunktionalen "WG-Haus" umgebaut werden soll.

Das Schulleben zeichnet sich durch ein breites Spektrum an Angeboten und Aktivitäten aus. Zu dem Angeboten gehören unter anderem:

  • -Orchester
  • -Schulchor
  • -Rudern
  • -Feldhockey
  • -Darstellendes Spiel
  • -Roboter-AG
  • -Physik-Club
  • -Italienisch

Das Wilhelmsgymnasium bietet den Schülern eine interresante Auswahl an Schüleraustauschs an, darunter Brownsburg und Preston ( beide USA), Canton de Vaud (französischsprachige Schweiz) und Kapstadt (Südafrika).

Traditionell finden jedes Jahr ein Weihnachtskonzert und ein Ehemaligenfest, bei dem sich ehemalige Schüler und Lehrer des WG treffen, statt.

UnterrichtBearbeiten

Der Unterricht erfolgt von Klasse 5 bis Klasse 10 in Klassen, ab der Jahrgangsstufe 11 bis zur Jahrgangsstufe 13 in Kursen. Die Schüler belegen ab der Klasse 5 Englisch als erste Fremdsprache, ab der 6. Klasse kommt entweder Französisch oder Latein hinzu. Ab der Oberstufe können zusätzlich Latein als 3. Fremdsprache (zusätzlich zu Französisch), Spanisch und Informatik belegt werden.

SchwerpunkteBearbeiten

Das Wilhelmsgymnasium hat innerhalb seiner Organisation folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • -Begabtenförderung (Lerntalenteklasse)
  • -Studien- und Berufsorientierung
  • -Musikalischer Schwerpunkt (Chor & Orchester)
  • -Fördermaßnahmen
  • -Gesundheitsfördernde Schule

EhemaligeBearbeiten

  • Eduard Schick (1906-2000; Bischof von Fulda) war als Referendar von 1934 bis 1935 am Wilhelmsgymnasium tätig. 1935 wurde er von den nationalsozialistischen Machthabern aus dem Schuldienst entlassen[1].
  • Herbert Günther (Politiker), mehrfacher hessischer Minister absolvierte hier seine Schulzeit bis zum Abitur[2].
  • Dieter Grimm, ehemaliger Richter am Bundesverfassungsgericht machte 1957 auf dem Wilhelmsgymnasium Abitur[3].
  • Ernst August Lassen, ehemaliger Bundeswehrgeneral bestand 1925 sein Abitur[4].
  • Hans Eichel (*1941), Oberbürgermeister von Kassel (1975-1991), Ministerpräsident des Landes Hessen (1991-1999), Bundesminister der Finanzen (1999-2005) verließ die Schule 1961 mit dem Abitur.

WeblinksBearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.bautz.de/bbkl/s/s1/schick_ed.shtml
  2. http://www.hugv-denn-ditt.de/vergangenes_landraete1945_guenther2.htm
  3. http://www.euregioverlag.de/autoren_a-l.html
  4. http://www.munzinger.de/search/portrait/Ernst+August+Lassen/0/8147.html

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