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Die Katholische Grundschule St. Ursula (kurz: St. Ursula) ist eine staatlich anerkannte private Grundschule in Berlin (Steglitz-Zehlendorf). Sie wurde am 29. April 1854 von Ursulinen gegründet. Sie ist damit die älteste katholische Schule in Berlin.

Von den Nationalsozialisten wurde sie 1939 geschlossen, sie konnte jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 wiedereröffnet werden. Seit 1968 ist das Erzbistum Berlin Schulträger der St. Ursula Schule.

Profil Bearbeiten

Der Unterricht orientiert sich an den Rahmenplänen für Unterricht und Erziehung an den Berliner Schulen. Das Fach Religion ist ordentliches Lehrfach.

Die Katholische Schule Sankt Ursula versteht sich aus ihrem Selbstverständnis heraus als Vermittler von Grundwerten christlichen Lebens. Als Erziehungsgemeinschaft ist sie bemüht, die ihnen anvertrauten Kinder zu verantwortungsbewussten Menschen zu erziehen. Es wird großer Wert auf eine ganzheitliche Erziehung gelegt. Das Lernen mit Kopf, Herz und Hand soll jedem Schüler und jeder Schülerin individuell ermöglicht werden. Hilfsmittel hierfür sind unter anderem der Morgenkreis, Freiarbeit und vernetzter Unterricht.

Neben dem Unterrichtsgeschehen wird dadurch das Angebot an Arbeitsgemeinschaften geprägt. Hierzu zählen: Töpfern, Chor, Instrumentalmusik, Jonglieren, Fußball, Tanz, Französisch, Schach, Computer.

Auch Hausaufgabenbetreuung wird angeboten. Als Fremdsprache wird ab der dritten Klasse Englisch unterrichtet.

Durch das Projekt der Konfliktlotsen lernen die Kinder ihre Streitigkeiten friedlich zu lösen. Die Beratungslehrer stehen den Schülerinnen und Schülern immer für vermittelnde Gespräche zur Verfügung.

Geschichte Bearbeiten

Die Katholische Schule St. Ursula blickt auf eine 150-jährige Schulgeschichte zurück.

Als älteste katholische Schule im damals noch nicht gegründeten Bistum Berlin trug sie nicht nur zur christlich geprägten Erziehung im Elementarbereich bei, sondern sorgte vor allem für eine höhere Schulbildung von Mädchen und jungen Frauen. Über einen Zeitraum von 120 Jahren besuchten Schülerinnen von der Einschulung bis zum Abitur diese Schule.

Gründung Bearbeiten

1854 begannen die Ursulinen in Berlin ihre Tätigkeit. Zwischen 1857 und 1911 wurden die ersten Lehrerinnen ausgebildet. 1912 wurde das erste Schulhaus in der Lindenstraße bezogen. Zunächst wurde die Schule als Gymnasium ausschließlich für Mädchen gegründet. Das erste Abitur wurde 1919 abgelegt. Im Schuljahr 1924/25 erreichte die Schule ihre bisher höchste Schüleranzahl von damals 704 Schülerinnen.

Zwangsschließung durch Nationalsozialisten Bearbeiten

1937 musste auf Druck der Nationalsozialisten das Schul- und Klostergrundstück an die Feuerwehr verkauft werden. Es folgte nach längerem Suchen ein Umzug nach Berlin-Dahlem auf ein Pachtgrundstück in die Kleinaustraße 10, wo anfangs noch eine „Heimschule“ für Diplomatentöchter geführt werden konnte. Im Mai 1939 wurde die restliche Schule in Dahlem zwangs-geschlossen. In dieser Zeit gingen viele der Schwestern nach Chile, um dort eine neue Schule zu gründen. Nur einige wenige blieben und gingen, nachdem 1941 kein Betrieb mehr in der Kleinaustraße möglich war, nach Neustadt an der Dosse.

Neubeginn Bearbeiten

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Schule 1948 wieder eröffnet werden – Aufbau von Grund- und Oberschule für Mädchen. 1956 konnte nach 17-jähriger Unterbrechung zum ersten Mal wieder ein Jahrgang das Abitur an der St. Ursula Schule ablegen. 1964 erfolgte die Grundsteinlegung des Schulgebäudes auf dem heutigen Gelände in Zehlendorf. 1966 wurde das neue Schulgebäude offiziell eingeweiht. 1968 übernimmt das Bischöfliche Ordinariat die Trägerschaft.

Aufnahme von Jungen und Schließung des Gymnasiums Bearbeiten

In den 70er Jahren wurde mit der Aufnahme von Jungen begonnen. Am 1. September 1976 wurde beschlossen das Gymnasium zu schließen und sich ganz auf die Grundschularbeit zu konzentrieren. 125 Jahre Ursulinen in Berlin feierte die Schule am 29. April 1979. Im August des selben Jahres beschlossen die Ursulinen Berlin zu verlassen und nach Niederalteich zu ziehen. Im Anschluss daran übernahm Frau Maria Althaus die Leitung der Grundschule, Herr Jürgen Wanjura betreute die auslaufende Gymnasiale Oberstufe. Im Dezember 1982 wurde der letzte Abiturjahrgang von Kardinal Meisner verabschiedet. Im Januar 1983 wurde der Anbau der Schule mit vier weiteren Klassenräumen fertiggestellt. Am 24. Februar 1984 weihte Kardinal Meisner den Neubau ein. Nach achtjähriger Schulleitung trat Frau Maria Althaus am 31. Januar 1987 in den Ruhestand. Seitdem ist Herr Josef Souvageol Schulleiter.

Förderverein Bearbeiten

Seit 1970 gibt es den „Verein der Freunde der St. Ursula Schule“. Durch die schwachen Haushaltskassen in Berlin und die zusätzlich abnehmende finanzielle Unterstützung privater Schulen durch den Berliner Senat versucht der Verein der Schule durch Spenden finanziell Unterstützung zu leisten.

Belege Bearbeiten

  1. Berliner Senat Schuldaten

Weblinks Bearbeiten

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