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Das Gymnasium Eppendorf ist ein Gymnasium im Hamburger Stadtteil Eppendorf. Die Schulgebäude liegen an der Hegestraße und am Hegestieg. Der angrenzende Sportplatz, der durch einen Neubau verkleinert wurde, befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Isebekkanal.

Besonderheiten des Gymnasiums sind bilingualer Unterricht und die Möglichkeit das Fach Wirtschaft zu wählen.

Das Gymnasium Eppendorf wurde im Jahre 1904 als Vor- und Realschule an der Stelle ihres heutigen Standortes, in Hamburg, Hegestraße 35, gegründet.

Geschichte Bearbeiten

Aufgrund einer Entscheidung von Bürgerschaft und Senat vom Oktober 1910 wurde die Erweiterung zur Oberrealschule beschlossen. Ab 1912 folgte die entsprechende bauliche und personelle Erweiterung, die 1914 abgeschlossen war. Die Schule erhielt dabei Chemie- und Physikräume mit entsprechenden Laboreinrichtungen. Außerdem verfügte die Schule über Sammlungen von Tieren und Pflanzen für den Biologie- und über Materialien für den Erdkundeunterricht. Ein Musikraum und eine große mit einer Orgel ausgestatteten Aula vervollkommneten die Einrichtung. Unterhalb der Aula befindet sich eine Turnhalle, der Mitte der 1930er Jahre eine weitere kleine und niedrigere angefügt wurde. Eine Bibliothek ergänzt die Ausstattung der Schule.

Nachdem der Schule rückwirkend für die Abgänge des Jahres 1908 die Ausstellung von Zeugnissen für die wissenschaftliche Befähigung zum einjährig-freiwilligen Militärdienst zugestanden worden war, konnte ab 1912 die Schulzeit mit der Reifeprüfung (Abitur) abgeschlossen werden. Damit erfüllte die Schule alle Voraussetzungen für ein Hochschulstudium.

1936 wurde die Gymnasialschulzeit um ein Jahr auf acht Jahre gekürzt, zwei Jahre später, mit Beginn des Schuljahres 1938, wurden die bisherigen Oberrealschulen reichseinheitlich in Oberschulen umbenannt.

Schon 1934 machte sich in der Schule der politische Wandel bemerkbar. Als Verbindungsmann zur Hitlerjugend, der Jugendorganisation der NSDAP, wurde die Institution des HJ-Schulführers eingerichtet. Dieser wurde in Absprache zwischen Partei und Schulbehörde bestimmt. Erster Schulführer wurde Günter Bock, ihm folgt nach seinem Abgang Walter Meyer-Hübner.

Unterricht Bearbeiten

Bis 1939 /40 wurde in der Woche, montags bis sonnabends, regelmäßig zwischen fünf und sechs, gelegentlich auch sieben Stunden unterrichtet. Dieses Maß wurde jedoch mit Beginn des Schuljahres ab Ostern 1940 drastisch auf täglich vier Stunden reduziert, und zwar wöchentlich abwechselnd vormittags und nachmittags. In der Hegestraße hospitierten ab diesem Zeitpunkt, im entgegengesetzten Unterrichtsturnus, die Schülerinnen des Lyzeums Curschmannstraße, dessen Gebäude wegen der Ausweitung des Krieges und im Hinblick auf die Nachbarschaft zum Allgemeinen Krankenhaus Eppendorf als Reservelazarett eingerichtet wurde.

Während des Bombenkrieges im Zweiten Weltkrieg blieb der Schulkomplex Hegestraße weitgehend verschont. Im Flügel am Hegestieg fielen Brandbomben, ohne großen Schaden anzurichten.

Schulleiter:

  • 1904 - :
  • 1933 - 1945: Professor Dr. Rudolf Schmidt
  • 1996 - : Jürgen Lienemann

Weblinks Bearbeiten

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