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Die Freie Georgenschule ist eine Waldorfschule in Reutlingen mit einem integrierten Kindergarten und Hort. Abschlüsse: Realschulabschluss, Fachhochschulreife, und Abitur.

Der Campus der Freien Georgenschule befindet sich hinter der Listhalle am Georgenberg.

Geschichte Bearbeiten

Am 12. Juni 1946 wurde der „Verein für ein Freies Schulwesen Reutlingen e.V.” gegründet. Am 18. November 1946 nahm die „Freie Georgenschule” ihren Unterricht auf. Unterrichtet wurde damals in insgesmat dreizehn verschiedenen Lokalitäten von Pfullingen und Reutlingen gehalten, darunter einer Werkskantine, in Wirtshausnebenzimmern, Privathäusern, einem verlassenen Frisiersalon u.a. In Pausen gab es eine Schulspeisung die von den Quäkern gespendet wurde (sog. Quäkerspeisung). 1952 wurde aus Eigenmitteln und unter Mithilfe der Lehrer und Eltern der heutige „Mittelbau” am Georgenberg errichtet. Der Fertigbau der Firma Kübler aus Göppingen wurde auf ein gegossenes Fundament gestellt. Neben zwei Klassenräumen standen nun ein Chemie-Physiksaal, ein Handarbeitsraum sowie ein Raum für das Fach Eurythmie zur Verfügung. Dennoch war auch dieser Bau zu klein, für Aktivitäten über den normalen Unterricht hinaus. 1960 entstand ein weiterer Erweiterungsbau.

Pädagogisches KonzeptBearbeiten

Das pädagogisches Konzept der Freien Georgenschule beruht bis heute auf dem Lehrplan der ersten Waldorfschule in Stuttgart von 1919, den Rudolf Steiner dieser Schule gegeben hatte. Die verschiedenen praktischen, allgemeinbildenden und künstlerischen Fächer sollen den "werdenden Menschen" [1] möglichst vielfältig anregen. Im Rahmen dieses ganzheitliche Konzepts, soll eine Klassengröße von ca. 35 Kindern eine große soziale Vielfalt bieten. Die Klassen werden in kleinere Gruppen unterteilt, wenn die Art des Unterrichtsfaches dies erfordert. Bis zur Klasse acht, wird der gleichbleibende Klassenverbund von dem gleichen Lehrer oder Lehrerin geführt.

Struktur Bearbeiten

Rechts- und Wirtschaftsträger der Freien Georgenschule ist der Verein für ein Freies Schulwesen e.V. Reutlingen. "Grundlage des Zusammenwirkens zwischen Lehrern, Erziehern und Eltern ist ein gemeinsames Verständnis der Entwicklungswege des Menschen, wie sie in dem anthroposophisch-pädagogischen Grundwerk Rudolf Steiners, der Allgemeinen Menschenkunde, beschrieben werden."[2]

2010 wollte die Stadt Reutlingen die Zuschüsse für die Privatschule komplett streichen, wandelte in einem Gemeinderatsbeschluß die Streichung in eine Kürzung der Zuschüsse um die Hälfte um. Im Haushalt für das Jahr 2010 entstand der Schule dadurch ein Defizit von mehr als 41.000 Euro. Der Vorstand des Schulvereins beschloß daraufhin, dass alle Eltern eine Sonderzahlung von 100 Euro erbringen müssen. Darüber hinaus sollen weitere Kosten eingespart werden, z.B. durch die Übernahme zusätzlicher Reinigungsdienste der Eltern in den Klassenzimmern.

Der Vorstand des Betreiber-Vereins appelliert eindringlich an die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung und Politik, keine Streichungen im privaten Bildungsbereich zuzulassen und die Zuschüsse für die Schule in den nächsten Haushalten wieder zu gewähren. Dennoch wurde der freiwiliige Zuschuss im nächsten Jahr ganz gestrichen. Der - formal richtige - Verweis der Stadtverwaltung hierzu war, dass für die Finanzierung der freien Schulen das Land baden-Württemberg zuständig ist.[3] Nach dem Selbstverständnis des Trägervereins erfolgt die Führung der Schule, des Kindergartens und des Horts "in freier, kooperativer Selbstverwaltung"[4] innerhalb von Gremien und den Konferenzen.

Der Waldorfkindergarten Bearbeiten

Der Waldorfkindergarten der Freien Georgenschule Reutlingen besteht seit 1960. Er hat mittlerweile vier Gruppen, wovon eine integrativ arbeitet. Der Kindergarten befindet sich nicht auf dem Gelände der Schule, sondern in der Nähe des Reutlinger Volksparks.

Auch der Waldorfkindergarten arbeitet auf der "menschenkundlichen Grundlage" Rudolf Steiners. Der Kindergarten will einen autoritären, genauso wie einen laissez-faire Erziehungsstil vermeiden. Wert wird auf das "freie Spiel" gelegt, welches als "Grundlage wahrer Herzensbildung"[5] angeshen wird.

Der Hort Bearbeiten

Für ihre Schüler bietet die Georgenschule nach Schulende bis 17 Uhr eine Betreuung durch 2 Fachkräften an. Die Gruppe umfasst ca. 16 Kinder im Alter von 6 – 12 Jahren. Die Kinder und Jugendlichen machen nach dem gemeinsamen Mittagessen Hausaufgaben und können sich in aktiver Freizeitaktivitäten beschäftigen. Die Schule sieht den Hort auch als "ein Schutzraum vor der allgegenwärtigen Reizüberflutung unserer technisierten Welt."[6] Der Hort biete dagegen Raum für phantasievolles Spiel.

Kosten Bearbeiten

Die Schulkosten pro Monat sind nach Klassenstufe und Einkommen der Eltern gestaffelt. Öffentlich macht die Schule dazu keine Angaben.

Quellen Bearbeiten

  1. http://freie-georgenschule.de/paedagogik/grundlagen.html
  2. <name=georgenschule1>
  3. http://freie-georgenschule.de/aktuelles/blickpunkt/zuschusskuerzung.html
  4. <name=georgenschule1> http://www.reutlingen.de/ceasy/modules/cms/main.php5?cPageId=531
  5. http://freie-georgenschule.de/schule/kindergarten.html
  6. http://freie-georgenschule.de/schule/hort.html

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